Ein Plus für die Versorgungssicherheit
Die Investition der Netze BW im zweistelligen Millionenbereich hat sich gelohnt: Das neue Bezirkszentrum Osterburken im Regionalen Industriepark Osterburken (RIO), das am gestrigen Freitag eingeweiht wurde, ist das neue Zuhause für rund 30 Mitarbeiter, die auch in Krisenzeiten für eine schnelle Einsatzbereitschaft sorgen. Der bisherige Unternehmensstandort an der Boschstraße war zuletzt an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. Und so hat man nun im RIO ein nachhaltiges Multifunktionalgebäude gebaut, das über moderne Büro-, Werkstatt- und Lagerräume auf rund 2400 Quadratmetern Nutzfläche verfügt.
„Eine funktionierende Energieversorgung ist wichtig, gerade in Krisenzeiten – und zwar an 365 Tagen im Jahr und rund um die Uhr“, betonte Netze BW-Geschäftsführer Bodo Moray, der die Gäste in den neuen Räumlichkeiten begrüßte. „Wir haben hier sehr viel investiert, auch in die Zukunft. Die Region ist uns wichtig – auch als Knotenpunkt in der Energieversorgung in Baden-Württemberg“, machte Moray deutlich. Es habe „viele Jahre gedauert, einen neuen Standort zu finden“. Nun sei man froh, dass man sich im RIO angesiedelt habe. „Wir sind gekommen, um zu bleiben“, versprach der Geschäftsführer.
„Unsere Kolleginnen und Kollegen sind das Herzstück einer sicheren Stromversorgung. Sie sind draußen im Einsatz, wenn andere längst Feierabend haben, sie sorgen mit Erfahrung, Verantwortung und großem Engagement dafür, dass Strom zuverlässig dort ankommt, wo er gebraucht wird“, erklärte Moray. „Mit dem neuen Standort schaffen wir für sie ein modernes Arbeitsumfeld, das Wertschätzung ausdrückt und ihnen die bestmöglichen Voraussetzungen gibt, diese wichtige Aufgabe auch in Zukunft mit voller Kraft zu erfüllen.“
Dass diese Aufgabe nicht gerade unwichtig ist, betonte auch Landrat Dr. Achim Brötel: Die Netze seien „das logistische Herz der gesamten Energieversorgung“ und müssten deshalb alle verlässlich funktionieren. „Funktionierende Netze nehmen wir leider oft erst dann wahr, wenn sie einmal nicht funktionieren“, so der Landrat. Und auch die Energiewende könne man sich „ohne einen beschleunigten Netzausbau gar nicht denken“.
Für das „wichtige Standortbekenntnis“ und für die „Investitions- und Standortentscheidung“ der Netze BW sprach Brötel im Namen des Neckar-Odenwald-Kreises – einer Region, „die sich schon sehr frühzeitig für die Energiewende geöffnet hat und dort inzwischen Spitzenplätze im landesweiten Ranking einnimmt“ – seinen Dank aus.
Worte des Danks gab es auch von Osterburkens Bürgermeister und dem Vorsitzenden des RIO-Zweckverbands, Jürgen Galm. Für die Nutzung der letzten Fläche im RIO II habe man gewisse Ansprüche gehabt. „Und als wir die grundsätzlichen Planungen vorgestellt bekamen, war relativ schnell klar: Das passt!“, so Galm „Und das nicht nur aus Sicht des Zweckverbands, sondern auch mit Blick auf die gesamte Region. Denn ein Unternehmen wie die Netze BW stärkt nicht nur die Infrastruktur, sondern schafft zugleich qualifizierte Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Zukunftsperspektiven.“
Das neue Gebäude verbinde „Funktionalität, Nachhaltigkeit und Ästhetik in vorbildlicher Weise“, betonte Galm. Mit diesem Projekt stiegen die Grundlagen und Voraussetzungen, um die gestiegene Ansprüche an die Netzsicherheit zu gewährleisten. „Auch wenn wir bisher schon eine verlässliche Versorgung mit Strom haben, steigert der Neubau die bisherige Versorgungssicherheit.“
Dass der Neubau „ein gelungenes Gebäude“ ist, attestierte auch Stefanie von Andrian-Werburg, Leiterin EnBW Corporate Real Estate Management. Dass man bei der Realisierung sämtliche Hindernisse überwunden hat, dafür dankte sie den Kollegen vor Ort und wünschte wenig Störungen und viel Erfolg. Anschließend übergab sie den symbolischen Schlüssel an Bodo Moray.
„Eine leistungsfähige und zuverlässige Stromversorgung ist heute wichtiger denn je – für die Menschen vor Ort, für die Unternehmen in der Region und für das Gelingen der Energiewende“, sagte Jakob Huber, Leiter Regionalzentrum Neckar-Franken bei der Netze BW. „Mit dem neuen Standort stärken wir unsere Präsenz in der Region, verkürzen Wege zu unseren technischen Anlagen und schaffen die Voraussetzungen, um die wachsenden Aufgaben im Stromnetz effizient zu bewältigen. Planung, Betrieb und technischer Service greifen hier an einem Ort ineinander – für einen leistungsfähigen Netzbetrieb und eine sichere Versorgung in der Region“, so Huber, der anschließend zu Führungen durch die neuen Räumlichkeiten einlud.